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Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah

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Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah

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Der am Morgen um acht Uhr Ortszeit in Kraft getretene Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz ist bisher weitgehend eingehalten worden. Israels Regierungschef Ehud Olmert warnte die Hisbollah vor Verletzungen der Waffenruhe: Die israelische Armee würde sofort reagieren, betonte er vor dem israelischen Parlament. Agensichts zunehmender Kritik an seiner Politik erklärte er, vor der Offensive habe die Hisbollah als Regierungspartei mit eigener Miliz faktisch einen Staat-im-Staate Libanon gebildet; damit sei es nun vorbei.

Da der Libanon von dieser Terror-Organisation als Basis benutzt worden sei, trage die Regierung in Beirut die Verantwortung für alles, was auf libanesischem Boden vorgefallen sei, betonte Olmert. Die Jagd auf Hisbollah-Führer werde unvermindert fortgesetzt.

Während der Sitzung kam es zu lautstarken Auseinandersetzungen unter den Knesset-Abgeordneten. Die Kritik an Olmert und seiner im März gewählten Mitte-Rechts-Regierung hat auf beiden Seiten des politischen Spektrums zugenommen. Der Regierung wird unter anderem eine mangelnde militärische Vorbereitung der Offensive vorgeworfen, bei der infolgedessen zu viele Israelis ums Leben gekommen seien. Umfragen zufolge hat die Unterstützung für Olmerts Politik auch in der Bevölkerung stark nachgelassen