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Libanon: Flüchtlinge kehren nach Hause zurück

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Libanon: Flüchtlinge kehren nach Hause zurück

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Immer mehr Libanesen kehren in ihre Heimatorte zurück. Auch in der Nacht zum Dienstag hielt der Strom der Menschen, die vor den israelischen Angriffen geflohen waren und nun nach Hause wollen, an. Die Vertriebenen fuhren in langen Kolonnen vor allem über Sidon Richtung Süden. Auf der Straße von Beirut nach Sidon stauten sich die Autos. Die Menschen ignorieren die Warnungen ihrer Regierung vor Blindgänger und die Drohung Israels, in Rückkehrern mögliche Hisbollah-Kämpfer zu sehen – und entsprechend zu handeln.

Viele feiern den Waffenstillstand wie einen Sieg. In Beirut feuerten Hizbollah-Kämpfer Freudensalven in die Luft. Auf Flugblättern gratuliert die Hizbollah den Menschen zu ihrem großen Sieg und dankt ihnen für ihre Geduld. Ein Feuerwerk erleuchtete den nächtlichen Himmel. Der Hizbollahsender Al Manar TV sendet aus provisorischen Studios in den Trümmern von Beirut weiter. Israel hatte mit Bombenangriffen auf Studios und Sendeanlagen versucht Al Manar zum Schweigen zu bringen – vergeblich.

Bis zum Donnerstag wollen jene etwa 20 Länder, die erwägen, Truppen für die UN-Mission im Libanon bereitzustellen, ein Konzept für die Friedenstruppe vorlegen. Neben Malaysia, Brunei und Indonesien haben mehrere europäische Länder ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert.