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Was soll, was kann die Resolution 1701 bringen?

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Was soll, was kann die Resolution 1701 bringen?

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Laut UN-Resolution 1701 soll UNIFIL Feinseligkeiten jeder Art in der Pufferzone verhindern. Die Blauhelme dürfen nicht nur sich selber sondern auch humanitäre Helfer und Zivilisten schützen. Das ist ein Fortschritt, denn das alte Mandat 425 von 1978 erlaubte ihnen nur, Grenzverletzungen zu protokollieren.

In den “United Nations interim Forces in Lebanon” stellte bisher Frankreich mit 200 Mann das größte Kontingent, gefolgt von Italien. Dessen Außenminister Massimi D`Alema sah sich in Beirut um und stellte fest, mehr Soldaten könne sein Land nur schicken, wenn die Feinseligekeiten wirklich beendet seien und die israelischen Truppen sich zurückzögen.

Die 1.991 UNIFIL-Soldaten kommen zur Zeit aus Frankreich, Italien, China, Indien, Irland, Polen, Ukraine und Ghana.
Um auf die gewünschte Stärke von 15.000 Mann zu kommen, könnte Frankreich zwei- bis viertausend Mann zusätzlich stellen, Italien zwei- bis dreitausend, Spanien bis zu 800.

Zusätzlich könnten sich beteiligen: Australien, Indonesien, Malaysia, Türkei – und Deutschland. Die deutsche Bundeswehr ist für logistische Hilfe im Gespräch, zur Zeit scheint der Einsatz der Marine denkbar. Wie sensibel dieses Thema ist, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach: “ Auf Grund unserer Geschichte sollten wir uns einem Friedenseinsatz nicht verweigern. Man kann es aber auch genausogut umgekehrt sehen: Auf Grund unserer deutschen Geschichte sollten wir Obacht geben, dass wir nicht in einen Konflikt hineingezogen werden, wo wir eines Tages israelischen Soldaten gegenüberstehen.”

Die Hisbollah notfalls auch mit Gewalt entwaffnen – das dürfen die Blauhelme nicht. Das dürfte nur die libanesische Armee – wenn sie denn dazu bereit und in der Lage wäre.