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Israel will Stellungen im Südlibanon notfalls monatelang besetzt halten

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Israel will Stellungen im Südlibanon notfalls monatelang besetzt halten

Israel will Stellungen im Südlibanon notfalls monatelang besetzt halten
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Israel ist entschlossen, Stellungen im Südlibanon so lange besetzt zu halten, bis dort internationale Truppenverbände stationiert sind. Dies berichteten israelische Medien unter Berufung auf den Generalstabschef der Armee, Dan Haluz. Die massive Verstärkung der Friedenstruppe im Südlibanon steht im Mittelpunkt der internationalen Bemühungen. Der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy verhandelt zurzeit in Beirut Einzelheiten über die Stationierung der Soldaten. Frankreich will die Führung einer robusten Vorhut übernehmen. Nach einer Begegnung mit dem libanesischen Politiker Saad Rafik Hariri forderte er Israel dazu auf, die Luft- und Seeblockade zu beenden. Dies sei für den Wiederaufbau des Libanon dringend notwendig. Mit der Blockade will Israel Waffenlieferungen an die Hisbollah verhindern.

Ein Teil der geplanten internationalen Truppenverbände soll nördlich und südlich des Litani-Flusses Stellung beziehen, um Angriffe der radikal-islamischen Organisation zu unterbinden. Die UN-Friedenstruppe für den Libanon – UNIFIL -, die nun stark aufgestockt und mit einem neuen Mandat versehen werden soll, besteht seit fast drei Jahrzehnten. Heute umfasst sie nur rund 2 000 Soldaten, die vor allem für die Minenräumung und die humanitäre Hilfe zuständig sind. Der Libanon selbst will 15 000 Soldaten in den Süden des Landes entsenden und bereits an diesem Donnerstag damit beginnen.