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Rückkehr in den Libanon

Mindestens eine halbe Million geflüchteter Libanesen wollen in den nächsten Tagen in ihre Heimat zurückkehren. Und das auf Strassen, die zum Teil gar nicht mehr existieren. Seit Beginn der Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel ist die Hauptverbindungsstraße in den Süden des Libanon ein ewiger Stau. Tausende Autos, voll gepackt mit Menschen, Matratzen und Lebensmitteln. Die libanesische Armee hilft den Rückkehrern durch unwegsames Gelände und verteilt zudem Flugblätter, die vor Minen und Blindgängern warnen.

In der 12 Kilometer nördlich der israelischen Grenze gelegenen Stadt Marjayoun treffen sich Nachbarn vor ihren zerstörten Häusern wieder. Die Zahl der Libanesen, die während der Kämpfe ihre Häuser verlassen haben, beläuft sich nach UNO-Schätzungen auf rund 1 Million Menschen. 200.000 von ihnen sind ins Ausland geflüchtet, die meisten nach Syrien.

Um Infektionen vorzubeugen, werden in den Städten Massenbegräbnisse abgehalten. In Tyrus zum Beispiel wurden am Dienstagabend 39 Personen auf einmal beerdigt. Rund 1.100 Personen sind in den Kämpfen zwischen der Hisbollah und Israel ums Leben gekommen, welche am 12.Juli begannen. Die Gefahr durch Blindgänger ist aber auch nach Beginn der Waffenruhe nicht gebannt.

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