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Wie umgehen mit den neuen Terrorwarnungen?

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Wie umgehen mit den neuen Terrorwarnungen?

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Das Chaos der letzten Tage auf den britischen Flughäfen zeigt, wie nötig europaweite Absprachen wären. Schwerbewaffnete Beamte sind eben nicht geeignet, mit den Waffen der Konspiration agierende Terroristen zu bremsen.
Seit 2002 der so genannte “Schuh-Bomber” Sprengstoff im Absatz versteckt hatte, gilt überall beim Einchecken “…zeigt her eure Schuh.” Nachdem jüngst einzeln zu transportierende flüssige oder gel-artige Sprengstoff-Komponenten bekannt wurden, gilt: keine Getränk, keine Zahnpasta oder Hautcreme im Handgepäck, die Damen müssen sogar ohne Parfüm reisen.

Der Vertreter von Ryanair hätte von der Regierung gern eine Erklärung dafür, warum das kleinere Gepäckstück sicher sein solle – das größere aber nicht. Er findet das verrückt. Das hiesse doch, die privaten Sicherheitsfirmen würden es den Terroristen erlauben, die britische Luftverkehrswirtschaft zu stören.-

Die Manager haben bereits ihre Rechnung aufgemacht: Bisher haben diese neuen von der britischen Regierung angeordneten Maßnahmen die Fluggesellschaften zwischen 74 und 148 Millionen euro gekostet. Gleichzeitig wird der Mangel an Sicherheitspersonal beklagt. Großbritannien brauche wenigstens 4.000 gut ausgebildete Leute mehr.

Das Vorsitzende des “Bundes der Reiseveranstalter” sieht die Regierung als nur einen der Akteure. Es sei schließlich die Regierung, die die Sicherheitsrichtlinien festlege. Er wünscht sich, dass die sich an der öffentlichen Debatte beteilige, um sich eine Bild von der Realität zu machen und dann Richtlinien festzulegen, die auch Vorahnhelfen.

Auf britischen Flughäfen bieten sich in den Tagen nach der Bekanntgabe der vereitelten Anschläge wohl eher ein Bild der Hilflosigkeit – Ansagen per Megaphon und Regenmäntel für die nunmehr im Freien wartenden Passagiere…