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Genugtuung für englische Soldaten des Ersten Weltkrieges

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Genugtuung für englische Soldaten des Ersten Weltkrieges

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Der englische Gefreite Harry Farr, war 25 Jahre alt, als er am 2ten Oktober 1916, standrechtlich erschossen wurde. Er litt an schwerer Kriegsneurose, wollte nicht in die Schützengräben des 1.Weltkrieges zurück. Die britische Regierung plant nun, 306 Soldaten, die wegen Feigheit oder Krankheit verurteilt und getötet wurden, zu rehabilitieren. Erinnerungen von Angehörigen.
“Meine Mutter ist seit 13 Jahren tot”, sagt Farrs Enkelin “aber sie lebte als wir damit begannen, den Namen unsere Vaters zu rehabilitieren. Wenn sie uns von oben zuguckt: ich bin sicher sie wäre sehr glücklich.” Damals wusste man noch nichts von den psychologischen Auswirkungen des Krieges auf die Soldaten. Es galt, die Moral der Truppe zu erhalten.

Trauer bei der Nichte eines weiteren Opfers. “ Das kommt alles viel zu spät,” sagt sie “Das ist für die Angehörigen, wie für meine Mutter, viel zu spät.” Im Geschützdonner waren psychologische Feinheiten unerwünscht. Die wegen angeblicher Fahnenflucht und Feigheit vor dem Feind erschossen britischen Soldaten werden endlich rehabilitiert. Fast 90 Jahre nach Kriegsende.