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UNO-Truppe für Libanon nimmt Konturen an

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UNO-Truppe für Libanon nimmt Konturen an

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Langsam werden die Konturen der geplanten UNO-Truppe im Libanon klarer. Mehrere Länder haben inzwischen ihre Bereitschaft angedeutet. Feste Zusagen werden heute erwartet, bei einer Konferenz möglicher Teilnehmerstaaten mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Frankreich führt schon die jetzige Truppe im Libanon. Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie sagte, man sei von Beginn an dabei gewesen. Auch für die erweiterte Truppe wolle man das Kommando übernehmen: bis Februar; dann endet das Mandat des derzeitigen französischen Kommandeurs dort.

In Deutschland haben sich die Spitzen der Regierungsparteien auf eine Beteiligung am Libanon-Einsatz geeinigt. In erster Linie soll die Marine die Küste sichern. Auch logistische und humanitäre Hilfe sind denkbar. Bodentruppen wird es wohl nicht geben, auch wenn Verteidigungsminister Franz Josef Jung weiter dafür offen ist und meint: “Ich habe von Beginn an gesagt, dass, wenn alle Seiten das fordern; dass, wenn auch beispielsweise die Vereinten Nationen uns diesbezüglich nachfragen und bitten, auch der Libanon und Israel, wir uns nicht verweigern können.”

Österreich wird dagegen keine Soldaten schicken. Das Land ist jetzt schon an der UNO-Mission auf den syrischen Golan-Höhen beteiligt. Etwa 1500 Soldaten hat dafür aber die Türkei in Aussicht gestellt. Der türkische Außenminister Abdullah Gül führte darüber Gespräche in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Gül reist auch noch zu weiteren Treffen nach Israel.