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Hisbollah versucht Wiederaufbau in Beirut zu organisieren - USA warnt vor Verschleppung der Hilfslieferungen

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Hisbollah versucht Wiederaufbau in Beirut zu organisieren - USA warnt vor Verschleppung der Hilfslieferungen

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Während Einwohner der von Israel bombardierten Schiitenviertel Beiruts die Schäden inspizieren, versucht die Hisbollah den Wiederaufbau zu organisieren. In den Ruinen im Süden von Libanons Hauptstadt versuchen Männer im Auftrag der Schiiten-Miliz eine erste Bestandsaufnahme der notwendigen Reparaturen erstellen. 70 Kollegen seien im Einsatz, sagen Hisbollah-Ingenieure, bald schon wolle man sich Wohnung für Wohnung vornehmen.

Die radikal-islamische Hisbollah um ihren Anführer Hasan Nasrallah versucht nach dem vorläufigen Ende der Kampfhandlungen auch durch Sozial- Leistungen bei der Bevölkerung Vertrauen zu gewinnen. “Die Partei wird mir das Geld für ein Jahr Miete geben”, so ein Bewohner, “davon kaufe ich mir neue Möbel”.

Eine Ärztin aus einem christlichen Viertel, deren Praxis durch die Luftangriffe Israels beschädigt wurde, erhält ebenfalls Hilfe von der Hisbollah und sie sagt: “Wir vertrauen Hisbollah, den sie hält, was sie verspricht.”

Unterdessen mehren sich die Stimmen in der US-Regierung, die davor warnen, die humanitäre Hilfe für den Libanon weiter zu verschleppen. Man dürfe der Hisbollah, die vor Ort um die Gunst der Bevölkerung wirbt, nicht das Feld überlassen.