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Probleme für Blauhelm-Truppe

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Probleme für Blauhelm-Truppe

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Die Zusammenstellung der UNO-Truppe für den Libanon gestaltet sich schwieriger als erwartet. Nach Frankreichs Rückzieher machten auf einer Truppensteller-Konferenz in New York nur wenige Länder definitive Zusagen. Die Staaten der Europäische Union bräuchten zum Beispiel ein präzises Mandat um zu wissen, wofür deren Soldaten eingesetzt werden, so der italienische Regierungschef Romano Prodi, dessen Regierung am Freitagnachmittag der Entsendung von Soldaten zustimmte: “…Des Weiteren brauchen wir die Bestätigung der Hisbollah, dass sie die UN-Resolution 1701 und die UN-Mission anerkennt.”

Das französische Verteidigungsministerium wollte zunächst mit rund 2.000 Soldaten das Rückrat der multinationalen Einsatztruppe stellen. Stattdessen ist vorerst nur noch von 200 Soldaten die Rede. Von Europa erwarten die Vereinten Nationen nun aber Fortschritte bei der Freistellung der ersten Truppen, so der stellvertretende UNO-Generalsekretär Mark Malloch: “Mein spezieller Aufruf ist heute, dass Europa vorankommt. Wir brauchen Soldaten für die Vorhut. Wir hatten gestern gutes Feedback. Die Zustimmung kam da von Indonesien, Malaysia, Bangladesh und Nepal.”

Ein weiteres Problem für die Zusammensetzung der Blauhelm-Truppe wäre die Anwesenheit von Soldaten aus Staaten, welche Israels Existenzrecht nicht anerkennen. Dieses gelte zum Beispiel, so der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman, für Soldaten aus Indonesien oder Malaysia.