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Über den Kämpfen und Verhandlungen ist er fast in Vergessenheit geraten: der Ölteppich an der libanesischen Küste

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Über den Kämpfen und Verhandlungen ist er fast in Vergessenheit geraten: der Ölteppich an der libanesischen Küste

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Um ihn zu beseitigen, werden sofort fünfzig Millionen Euro gebraucht: Das ergab ein Treffen von UNO-Behörden, Anliegerstaaten und der EU. Die Experten einigten sich auch auf einen Aktionsplan mit den dringendsten Maßnahmen. Es sei eine große Umweltkrise, erklärt ein libanesischer Experte an der Küste; man zeige hier jetzt freiwilligen Helfern, wie man den Strand säubere, ohne dass mit dem Öl auch viel Sand entfernt werde.

Fünfzehntausend Liter Öl waren ins Meer geflossen, als Israel ein Kraftwerk in der Nähe von Beirut zerstörte. Der Aktionsplan fordert jetzt eine sofortige Überwachung der Ölverschmutzung aus der Luft, um den Schaden genauer feststellen zu können. (Außerdem sollen dreihundert Helfer beginnen, die am schlimmsten betroffenen Stellen zu säubern.)

Hier, im Hafen von Byblos, helfen bereits Experten aus Dänemark – zum Beispiel mit solchen Anlagen, die das Öl vom Wasser trennen. Die Einwohner sollen später diese Arbeit auch selbst übernehmen. Irgendwann können die Fischer von Byblos dann vielleicht auch wieder ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen.