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Flüchtlingsboot vor Lampedusa gesunken

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Flüchtlingsboot vor Lampedusa gesunken

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Am frühen Samstagmorgen ist ein Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa gesunken und hat mindestens zehn Menschen in den Tod gerissen. Das Unglück ereignete sich rund zehn Seemeilen vor der Küste auf einer der meistbefahrenen Routen afrikanischer Flüchtlinge nach Europa.

Auf dem lediglich zehn Meter langen Boot, das an der libyschen Küste gestartet war, sollen bis zu
120 Migranten gewesen sein, zumeist aus Nordafrika sowie Somalia und Eritrea.

Wie die italienischen Behörden berichteten, konnte ein Schiff der Marine bei dem Unglück nur etwa 70 Schiffbrüchige an Bord nehmen. An der Suche nach weiteren Überlebenden beteiligten sich Militär- und Handelsschiffe sowie Hubschreiber der italienischen Streitkräfte. 40 Menschen werden noch vermisst.

Italiens Innenminister Giuliano Amato rief derweil zum verstärkten Kampf gegen die Schlepperbanden auf. Für ihn sei die jüngste Flüchtlingskatastrohpe nicht nur eine Tragödie, sondern ein Verbrechen, das bestraft werden müsse.