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Flüchtlingsstrom auf Kanaren reisst nicht ab

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Flüchtlingsstrom auf Kanaren reisst nicht ab

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Der Zustrom von afrikanischen Flüchtlingen auf den Kanaren hat weiter zugenommen. Nach Angaben der Behörden gelangte zuletzt innerhalb von 24 Stunden eine Höchstwahl von 900 illegalen Immigranten auf die spanische Inselgruppe.

Der Ministerpräsident der autonomen Region verlangte von der Zentralregierung in Madrid die Einrichtung eines Krisenstabs.

Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero wird am Samstag abend auf Gran Canaria erwartet. Er will dort zwei Auffanglager besuchen, in denen sich in der Hauptsache minderjährige Immigranten aufhalten, welche nicht wieder in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden.

Die EU kann mit ihrer Überwachungsmission vor der Küste Westafrikas den Zustrom illegaler Zuwanderer offensichtlich nicht aufhalten.

Seit Jahresanfang erreichten über 17 000 Afrikaner mit Booten die Inselgruppe, drei Mal so viele wie im gesamten Jahr 2005.