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DaimlerChrysler soll zahlen

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DaimlerChrysler soll zahlen

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Der Autokonzern DaimlerChrysler soll 232 Millionen Euro Nachschlag an Alt-Aktionäre zahlen. Dies hat das Landgericht Stuttgart entschieden. DaimlerChrysler will den Beschluss anfechten. Der Preis sei “unangemessen”. Rund 1,8 Prozent der Daimler-Benz-Aktien waren gegen den Widerstand von Aktionären gegen Aktien von DaimlerChrysler getauscht worden. 1998 hatte Daimler-Benz unter der Führung von Vorstandsvorsitzendem Jürgen Schrempp mit Chrysler fusioniert. Eine kleine Minderheit der Anteilseigner sah die Höhe der Barabfindung als zu niedrig an und klagte dagegen. Die Kammer sprach den 17 ehemaligen Aktionären der Daimler-Benz AG die Zuzahlung von 22 Euro 15 je Aktie zu. Die Entscheidung in Stuttgart wird wahrscheinlich keinen Einfluss auf eine ähnliche Klage des ehemaligen Chrysler-Großaktionärs umd Las-Vegas-Multimilliardärs Kirk Kerkorian haben. Seine Klage hatte ein US-Gericht zunächst zurückgewiesen, Kerkorians Anwälte fechten den Beschluss jedoch zur Zeit an. Kerkorian beschuldigt Schrempp, den Zusammenschluss mit Chrysler von Anfang an als Übernahme und nicht als Fusion unter Gleichen geplant zu haben. Deshalb stehe ihm als Anteilseigner mehr Geld zu.
Die DaimlerChrysler-Aktie geriet nach der Entscheidung im Stuttgarter Landgericht zunächst unter Druck, stabilisierte sich dann jedoch wieder. Händleraussagen, dass die Summe von 232 Millionen Euro für den fünftgrößten Autokonzern “kein großes Problem” sei, beruhigten die Anleger.