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Israels Regierung wegen Libanonfeldzug unter Druck

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Israels Regierung wegen Libanonfeldzug unter Druck

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Die israelische Regierung steht wegen des Libanon-Feldzugs zunehmend unter Druck: Hunderte Reservisten beteiligten sich an einer Demonstration in Jerusalem. Sei warfen der Regierung und der Militärspitze vor, die Offensive mangelhaft vorbereitet und keine klaren Kriegsziele gesetzt zu haben. Diese Vorwürfe erhoben auch Reservisten in einem Offenen Brief, den die israelischen Tageszeitungen abgedruckten. Bei der Demonstration in Jerusalem wurde der Rücktritt des Ministerpräsidenten, des Verteidigungsministers und des Generalstabschefs gefordert.
Im Parlaments-Ausschuss für Äußeres und Verteidigung sprach sich eine Mehrheit der Mitglieder für eine staatliche Untersuchung aus. Verteidigungsminister Peretz leitete eine interne Untersuchung ein, unter Vorsitz des früheren Stabschef Lipkin-Shahak. Doch nahmhafte Politiker wie der linksgerichtete Knesset-Abgeordnete Yossi Beilin fordern eine unabhängige Untersuchung: Alle Versuche der Regierung, es bei internen Untersuchung zu belassen, würden scheitern, sagte er. Ähnliche Forderungen erhoben Lokalpolitiker während eines Besuchs des Ministerpräsidenten in Kyriat Shmoneh. Die nordisraelische Stadt war wiederholt von der Hisbollah mit Raketen beschossen worden.
Unterdessen begann der Leiter der staatlichen Rechnungskontrollbehörde, Micha Lindenstrauss, mit einer Untersuchung des Libanonfeldzugs.