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Reservisten kritisieren Führungsschwäche der israelischen Armee

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Reservisten kritisieren Führungsschwäche der israelischen Armee

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Israels Libanon-Offensive steht im eigenen Land im Kreuzfeuer der Kritik – jedoch nicht der Krieg als solcher, sondern die Kriegsführung. In einem von mehreren Zeitungen abgedruckten Offenen Brief hielten Reservisten der Armeespitze mangelnde Vorbereitung, Unernsthaftigkeit und Unfähigkeit zu rationalen Entscheidungen vor. Ein vom Verteidigungsminister eingesetzter Ausschuss untersucht die Vorwürfe, doch die Reservisten fordern weitergehende Ermittlungen.

Bei der internationalen Friedenstruppe soll nach Vorstellung des israelischen Ministerpräsidenten Italien die Führungsrolle übernehmen. Auch Libanons Ministerpräsident sprach sich nach italienischen Medienangaben dafür aus. Der UN-Resolution 1701 zufolge, die am 14. August einen Waffenstillstand durchsetzte, soll die auf bis zu 15.000 Mann aufgestockte UNIFIL-Truppe die Feuerpause im Süd-Libanon sichern.

Doch deren Zusammenstellung bereitet noch Probleme – ebenso wie zunehmend Minen und nachträglich explodierende Sprengsätze für die zurückkehrenden Flüchtlinge. Mehrere Menschen wurden dadurch beispielsweise in der Umgebung von Tyrus seit dem Waffenstillstand getötet.