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Saddam Hussein wieder vor Gericht

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Saddam Hussein wieder vor Gericht

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Der zweite Prozess gegen den ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein hat in Bagdad begonnen. Hussein muss sich wegen ethnischer Säuberung an der kurdischen Minderheit in den achtziger Jahren verantworten. Der 69jährige Ex-Diktator verweigerte zum Prozessauftakt jede Stellungnahme zu dem Genozid und sprach dem Gericht jede Legitimität ab. Dem Völkermord im kurdischen Kernland fielen durch Giftgas, 100t.000 Menschen zum Opfer. Allein im Ort Halabja starben bis zu 5.000 Kurden. An der Militäroffensive, namens Anfal, war auch Saddams Cousin Al Majid, bekannt als Chemie-Ali, beteiligt.

Die Kurden sind traumatisiert. Ein Bewohner erzählt, dass sie Zitat “unsere Dörfer mit großer Brutalität angegriffen haben. Wie hier in Surgalo, haben sie uns mit chemischen Waffen bombardiert, vom Morgengrauen bis in die Abenddämmerung, aus der Luft und mit Artellierie.” Die Opfer des Saddam-Regiemes demonstrieren immer wieder und verlangen die Todesstrafe für den
Ex-Diktator. Saddam will, falls er dazu verurteilt wird, nicht gehängt, sondern erschossen werden.