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Zusammenstellung der internationalen Friedenstruppe für Libanon gestaltet sich schwierig

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Zusammenstellung der internationalen Friedenstruppe für Libanon gestaltet sich schwierig

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Nach schlechten Erfahrungen im Bosnien-Krieg zaudern die Europäer, Soldaten zu entsenden. Die EU will am Mittwoch zuerst die konkreten Bedingungen für den Einsatz klären.

Italien signalisierte nach der Bitte des israelischen Regierungschefs Bereitschaft, die Führung zu übernehmen. Ministerpräsident Romano Prodi erwartet aber Unterstützung von Partnern wie Frankreich, Deutschland oder der Türkei. Die italienische Opposition warnte davor, Truppen isoliert in einen Kamikaze-Einsatz zu schicken.

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel drang auf eine schnelle Aufstockung der derzeit gut 2000 Mann starken UNIFIL-Mission im Libanon. Es sei notwendig, dass wenigstens ein Teil des UN-Mandats schnell umgesetzt werde, da das Wochenende gezeigt habe, wie fragil der Waffenstillstand ist.

Die deutsche Luftwaffe startete humanitäre Hilfsflüge. Bodentruppen will Deutschland nicht entsenden. Frankreich senkte seine Zusagen auf 200 Mann, Italien sagte 2000 zu. Bis Anfang September will die UNO ihre Mission um etwa 3000 Soldaten verstärkt haben.