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Iran erklärt Gesprächsbereitschaft im Atomstreit

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Iran erklärt Gesprächsbereitschaft im Atomstreit

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Der Iran ist zu “ernsthaften Gesprächen” über das westliche Angebot zur Beilegung des Atomstreits bereit: Dies erklärte Chefunterhändler Ali Laridschani in Teheran. Im Gebäude des nationalen Sicherheitsrats übergab er das Antwortschreiben auf die Forderungen des UN-Sicherheitsrats an die Botschafter der fünf Vetomächte und Deutschlands. Für die USA nahm der Schweizer Botschafter die Antwort entgegen. Über deren Einzelheiten wurde zunächst nichts bekannt.
Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton sagte in einer ersten Stellungnahme, die iranische Antwort werde selbstverständlich genau geprüft. Sollte sie nicht den Forderungen der fünf Vetomächte entsprechen, würde das Verfahren im Weltsicherheitsrat fortgesetzt, wo bereits die Möglichkeit von Wirtschaftssanktionen vereinbart worden sei.
Der UN-Sicherheitsrat hatte Teheran aufgefordert, die Uran-Anreicherung bis spätestens 31. August einzustellen. Aus informierten Kreisen in Teheran verlautete, der Iran werde wahrscheinlich genauere Informationen zu dem sogenannten Anreizpaket fordern. Die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China sowie außerdem Deutschland hatten für einen Verzicht auf die Urananreicherung umfassende wirtschaftliche Zusammenarbeit und Hilfe bei der zivilen Nutzung der Atomenergie versprochen.