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Italien will Libanon-Friedenstruppe führen

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Italien will Libanon-Friedenstruppe führen

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Nach dem zögerlichen Anlauf kommt in die Bildung der Friedenstruppe für den Libanon jetzt etwas Bewegung. Italien erklärte sich am Abend bereit, die Führung der UNO-Truppe zu übernehmen. Die Vereinten Nationen wollen am Wochenende darüber entscheiden. Italienischen Medien zufolge könnte das Land zwischen 2000 und 3500 Soldaten in den Libanon schicken. Die UNO-Truppe ist auch für den französischen Verteidigungsexperten Bruno Tertrais zunächst das Wichtigste, zur Friedenssicherung. Seine Idee sieht dann aber eine libanesische Einsatztruppe vor, die eingreifen und die UNO-Soldaten in Sicherheit bringen könnten, wenn nötig.

Nach Israel hat sich auch der Libanon mit einer UNO-Truppe unter italienischer Führung einverstanden erklärt. Weitere Länder zögern noch immer mit ihrer Teilnahme und verweisen auf einen unklaren Auftrag. Der Weltsicherheitsrat strebt deshalb jetzt eine zweite Resolution an. Nach Angaben der USA soll sie festlegen, was von den UNO-Soldaten erwartet und was nicht. Die USA boten auch Unterstützung an, vor allem in Logistik und Kommunikation.

Dass die Waffenruhe brüchig ist und eine Friedenstruppe schnell gebraucht wird, zeigt ein neuer Zwischenfall, bei dem am Abend wieder israelische Soldaten auf mutmaßliche Hisbollah-Kämpfer schossen. Ob die zwei Männer getötet wurden, ist nicht bekannt.