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Libanesische Armee rückt in weitere Orte vor

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Libanesische Armee rückt in weitere Orte vor

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Ein weiterer Ort im Süden des Libanon, in den nach einem Monat Krieg mit Israel nun die eigene Armee einrückt: Tibnin, zwölf Kilometer vor der Grenze. Zweieinhalbtausend Soldaten sind jetzt im Süden stationiert; sechsmal so viele sollen es werden. Überall werden sie wie hier mit Reis und Blumen freudig begrüßt. Ihre erste Arbeit wird wohl auch in Tibnin die Räumung von israelischen Blindgängern sein: Nach wochenlangem Beschuss lauert diese Gefahr überall im Ort.

Aber auch die Hisbollah-Miliz hat einiges hinterlassen: Raketen, Ausrüstung – und dieser libanesische Offizier zeigt noch etwas ganz anderes – ein Handbuch für Hisbollah-Kämpfer, eine Anleitung für den Krieg. Das Rathaus von Tibnin ist beschädigt, aber nicht schwer – die Stadtverwaltung richtet sich wieder ein. Hier drin reicht ein Staubtuch, um die Schäden zu beseitigen.

Auch wenn jetzt die eigene Armee in der Stadt ist, die Hisbollah bleibt allgegenwärtig. Die Armee dürfe die Organisation nicht vertreiben, sagt eine Stadträtin. Die Hisbollah helfe den Menschen hier. Noch weiter in den Süden geht es für Libanons Armee derzeit nicht: So nahe an der Grenze, wie hier in Bint Dschbeil, besteht Israel auf UNO-Truppen.