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Israels Außenministerin in Paris und Rom

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Israels Außenministerin in Paris und Rom

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Israels Außenministerin Tsipi Livni hat ein rasches Handeln der internationalen Gemeinschaft im Libanon gefordert: Die UN-Resolution 1701 sei noch nicht umgesetzt, sagte Livni nach einem Gespräch mit ihrem französischen Kollegen Philippe Douste-Blazy in Paris. Die radikal-islamische Hisbollah sei nicht entwaffnet und Waffenlieferungen seien noch nicht völlig unterbunden.

Douste-Blazy erklärte, die Aufstellung einer erweiterten UN-Truppe für den Südlibanon habe vor allem zwei Ziele: die libanesischen Streitkräfte zu unterstützen, und – zweitens – Waffenlieferungen in den Libanon an allen Grenzen des Landes zu unterbinden.

Die israelische Außenministerin wollte von Paris aus nach Rom weiterreisen. Italien hat für die UN-Truppe 3000 Soldaten zugesagt. Außenminister d’Alema betonte, dies sei ein Drittel des von den Europäern insgesamt erwarteten Beitrags. Die Übernahme des UN-Kommandos knüpft Rom noch an Bedingungen. In einer von Italien beantragten Sondersitzung wollen die EU-Außenminister am Freitag in Brüssel über die europäische Beteiligung an der UN-Truppe beraten. Noch heute wollten die EU-Botschafter über den Militäreinsatz diskutieren, vor allem über die Einsatzregeln, die sie innerhalb eines UN-Mandats für nötig halten.