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Waffenruhe in Kinshasa gemeldet

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Waffenruhe in Kinshasa gemeldet

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In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa ist am späten Dienstagabend ein Waffenruhe-Abkommen zwischen den Konfliktparteien in Kraft getreten. Demnach stimmten die Soldaten des amtierenden Präsidenten Joseph Kabila sowie Getreue des Vize-Präsidenten Jean-Pierre Bemba einem Ende der Gefechte zu. Beide waren aus der ersten freien Wahl seit mehr als 40 Jahren als Spitzenkandidaten hervorgegangen und werden sich Ende Oktober in einer Stichwahl gegenüberstehen. Angesichts der seit drei Tagen anhaltenden Gewalt hatte die europäische Friedenstruppe EUFOR mehr als 200 Mann Verstärkung aus dem nahe gelegenen Gabun in die kongolesische Hauptstadt verlegt.

Für diesen Bewohner aus Kinshasa ist die Gefahr erst gebannt, wenn die Wahlen entschieden sind. Das Land sei auf die Unterstützung der Truppen der Vereinten Nationen und Europas angewiesen, damit endlich Frieden einkehre.

Seit Sonntag sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Wie von Verteidigungspolitikern befürchtet, war nicht die Überwachung der Wahl in der Demokratischen Republik Kongo die größte Aufgabe für EUFOR- und UN-Truppen, sondern die Beruhigung der Lage nach Bekanntgabe der Ergebnisse.