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Warten auf UN-Friedenstruppe im Libanon

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Warten auf UN-Friedenstruppe im Libanon

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Die libanesische Armee ist weiter in Richtung der israelischen Grenze vorgerückt. Nach Regierungsangaben sollen Teile der Truppen auch nahe Syrien stationiert werden, um sicherzustellen, dass keine Waffen ins Land gelangen könnten. Die Regierung bemühe sich zudem um die bestmögliche Kontrolle der See- und Flughäfen. Derweil warten die libanesischen Soldaten immer noch auf Verstärkung durch die internationale Friedenstruppe. Italien hatte sich zwar grundsätzlich zur Führung der UN-Truppen im Libanon bereit erklärt, fordert aber genaueste Vorgaben für den Einsatz.

Wie der libanesische Regierungschef Fuad Siniora erklärte, stehe er in ständigem Kontakt mit Italiens Ministerpräsident Romano Prodi. Das italienische Kontingent werde voraussichtlich zwischen 2000 und 3000 Mann stark sein und so schnell wie möglich einrücken. Die israelische Regierung hatte am vergangenen Sonntag erklärt, sie werde einige strategisch wichtige Positionen im Grenzgebiet so lange halten, bis dort internationale Truppen stationiert würden.

Die EU-Außenminister werden am Freitag in einer Sondersitzung in Brüssel über die Beteiligung der anderen europäischen Staaten an der UN-Friedenstruppe für den Libanon beraten. Zu dem außerordentlichen Treffen wird auch UN-Generalsekretär Kofi Annan erwartet. Das Treffen war von Italien beantragt worden. Rom hatte bemängelt, dass die meisten anderen EU-Staaten bisher zu zögerlich agierten.