Eilmeldung

Eilmeldung

Angehörige besuchen Ort des Flugzeugabsturzes

Sie lesen gerade:

Angehörige besuchen Ort des Flugzeugabsturzes

Schriftgrösse Aa Aa

Es ist der schwerste Weg ihres Lebens: In mehreren Bussen fahren 154 Menschen durch Donezk, Verwandte der Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ukraine. Am Abend trafen sie aus dem russischen Sankt Petersburg ein. Von Donezk aus sollen sie heute zu der Unglücksstelle gebracht werden. Die Leichen der 170 Opfer sind inzwischen alle geborgen. Unter ihnen waren 45 Kinder, wie alle auf dem Rückflug vom Urlaub am Schwarzen Meer: Das Flugzeug sollte sie vom Badeort Anapa zurück nach Sankt Petersburg bringen.

Entgegen ersten Angaben kamen Deutsche bei dem Unglück nicht ums Leben. Die Fluggesellschaft Pulkowo korrigierte sich: Es seien zwei Russen gewesen, die aber in Deutschland lebten. In Russland herrscht heute Staatstrauer, nachdem gestern schon die Ukraine einen Tag der Trauer begangen hatte.

An der Absturzstelle wurden inzwischen die beiden Flugschreiber der Maschine, einer russischen Tupolew 154, geborgen; sie waren unversehrt. Die Ermittler erhoffen sich von den Geräten Aufschluss darüber, was zu dem Unglück führte. Wahrscheinlich wurde das Flugzeug in einem schweren Gewitter vom Blitz getroffen – das allein wäre aber kein Grund für einen Absturz.