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Diplomatische Bemühungen sollen Einsatz ankurbeln

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Diplomatische Bemühungen sollen Einsatz ankurbeln

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Die EU-Staaten wollen mit endgültigen Entscheidungen über ihre Beteiligung an der verstärkten Libanon-Friedenstruppe noch warten. Morgen kommen die europäischen Außenminister in Brüssel mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammen, um sich über die genauen Einsatzregeln im Libanon aufklären zu lassen. Die Vereinten Nationen wollen die derzeit 1900 Mann zählende UNIFIL-Truppe auf 15 000 aufstocken. Insgesamt soll der europäische Beitrag bei etwa 9000 Soldaten liegen.

Währenddessen drängte die israelische Außenministerin Zippi Liwni in Paris auf eine rasche Aufstellung. Ministerpräsident Dominique de Villepin unterstrich die wichtige Rolle Frankreichs, auch wenn das Land die UNIFIL-Truppe nicht wie erwartet anführen will: “Frankreich hat sein Kontingent innerhalb des UNIFIL-Rahmens verdoppelt. Wir haben 1700 Soldaten im Einsatz, die logistische Unterstützung bieten. Deswegen sind wir das Land, das am meisten involviert und vor Ort vertreten ist.”

Die verstärkte UNIFIL-Truppe soll die libanesische Armee dabei unterstützen, die Kontrolle über das Grenzgebiet zu Israel zu übernehmen. Währenddessen stationierte der Libanon seine Soldaten entlang der Grenze zu Syrien, um Waffenschmuggel zur radikal-islamischen Hisbollah zu verhindern.

Drei libanesischen Soldaten wurden gestern getötet, als sie nicht explodierte israelische Granaten beseitigen wollten. Sie sind die ersten Todesopfer seit der Aufstellung der libanesischen Armee in der vergangenen Woche.