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Italien will Führung der Libanon-Truppe

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Italien will Führung der Libanon-Truppe

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Der Libanon soll künftig weitgehend für die Entwaffnung der Hisbollah zuständig sein. Dies sagte der italienische Außenminister Massimo D’Alema in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner israelischen Kollegin Zipi Liwni. Italien will bis zu 3 000 Soldaten entsenden und die Führung der Mission übernehmen – die auch Frankreich will. Aufgabe der internationalen Friedenstruppe sei es, den Libanon zu unterstützen und für die uneingeschränkte Souveränität der Regierung in Beirut zu sorgen, so D’Alema weiter.

Die israelische Außenministerin sieht eine Gefahr in der möglichen Wiederbewaffnung der Hisbollah. Das Waffenembargo müsse gesichert werden, so Zipi Liwni bei ihrem Besuch in Rom. Durch eine See- und Luftblockade des Libanon versucht Israel die Aufrüstung der Organisation zu verhindern. Doch wie steht es um mögliche Waffenlieferungen auf dem Landweg, durch oder aus Syrien? Die Führung in Damaskus will zurzeit von einer internationalen Truppe an seiner Grenze nichts wissen und drohte für diesen Fall inzwischen mit einer Schließung der Grenzen.