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Nach Festnahme des zweiten mutmaßlichen Bahnbombenlegers im Libanon bemüht sich Deutschland um Auslieferung

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Nach Festnahme des zweiten mutmaßlichen Bahnbombenlegers im Libanon bemüht sich Deutschland um Auslieferung

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Jihad Hamad hatte sich am Morgen in Tripoli freiwillig gestellt, nachdem mit Haftbefehl und Foto nach ihm gefahndet worden war. Deutsche Ermittler werden nun im Libanon ein Rechtshilfeersuchen stellen, ein Auflieferungsabkommen existiert nicht. Bundesanwalt Rainer Griesbaum erklärte zum Hintergrund der zweiten Festnahme, dass der Fahndungsdruck wie schon bei der ersten Festnahme am Ende vermutlich so groß gewesen sei, dass der Gesuchte sich selbst stellte.

Der 20jährige und sein 21jähriger mutmaßlicher Komplize, der schon am Samstag in Deutschland festgenommen worden war, sollen sich gleich nach dem Anschlagsversuch Ende Juli in den Nahen Osten abgesetzt haben. Warum der andere Verdächtige zurückkehrte, ist unklar.

Die in zwei Regionalzügen deponierten Kofferbomben waren lediglich aus technischen Gründen nicht explodiert. In der Kölner Wohnung von Hamad stellten die Ermittler nach Medienberichten weiteres bombenfähiges Material sicher. Die Ermittlungen über mögliche Hintermänner und Verbindungen der zwei Festgenommen zu einem Terrornetzwerk blieben zunächst erfolglos.