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Syrien gegen UN-Friedenstruppe an libanesisch-syrischer Grenze


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Syrien gegen UN-Friedenstruppe an libanesisch-syrischer Grenze

Der syrische Außenminister drohte gegenüber dem finnischen EU-Ratsvorsitz, Syrien werden seine Grenze zum Libanon schließen, falls dort UN-Soldaten postiert würden. Staatspräsident Bashar Assad sprach von einem feindlichen Akt: Die internationale Truppe an der Grenze zwischen Syrien und dem Libanon wäre eine Bedrohung für Syrien und für die Souveränität des Libanons und würde ihren beiderseitigen Beziehungen schaden. Syrien habe keine Probleme mit dem Libanon, denn es habe keine Soldaten dort stationiert. Es sei Israel, das Truppen in jener Zone habe.

Israel jedoch fordert, die internationale Friedensmission auch auf die syrisch-libanesische Grenze auszudehnen, um das Einschleusen von Waffen für die Hisbollah aus Syrien zu verhindern. In Brüssel bereiten Diplomaten derzeit die konkrete Ausgestaltung der Mission vor, die die bestehende UNFIL-Truppe im Libanon auf bis zu 15.000 Mann aufstocken soll. Für das EU-Außenministertreffen an diesem Freitag, an dem auch UN-Generalsekretär Kofi Annan teilnehmen wird, liegt ein Papier mit neuen Regeln für die Soldaten vor. Diese böten ihnen weitergehende Rechte zur Selbstverteidigung im Falle eines Angriffs.

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