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Weiter Rätsel um die Ursache des Tupolew-Absturzes - Hinterbliebene nehmen am Unglücksort Abschied von Opfern

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Weiter Rätsel um die Ursache des Tupolew-Absturzes - Hinterbliebene nehmen am Unglücksort Abschied von Opfern

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In Russland herrscht an diesem Donnerstag Staatstrauer nach dem Flugzeugabsturz, der vor zwei Tagen 170 Menschen in den Tod riss. Zahlreiche Messen werden zelebriert, die Fahnen hängen auf Halbmast, und Präsident Wladimir Putin hat Unterhaltungsprogramme im russischen Fernsehen für diesen Tag untersagt. Er erließ auch ein Dekret über finanzielle Hilfe für die Hinterbliebenen.

Jene sind inzwischen an der Unglücksstelle rund 40 Kilometer vor der ostukrainischen Stadt Donezk eingetroffen, abgeschirmt von Polizisten und betreut von Ärzten und Psychologen. Auch hier wurde eine Messe verlesen. Alle Leichen sind aus den Trümmern geborgen worden, am Nachmittag beginnt die Identifizierung.

Der Flugschreiber konnte in relativ gutem Zustand gesichert werden. Seine Auswertung dürfte dennoch bis zu eineinhalb Monate beanspruchen. Die russischen Ermittler verfolgten weiterhin vorrangig die These, dass ein heftiges Gewitter in Verbindung mit anderen Faktoren zum Absturz führte. Die Tupolew flog nach jüngsten Angaben in über 12.000 Metern Höhe, möglicherweise, um das Gewitter zu überfliegen.