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Madrid hat bei Fusionskontrolle in Sachen E.ON-Endesa EU-Recht verletzt

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Madrid hat bei Fusionskontrolle in Sachen E.ON-Endesa EU-Recht verletzt

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Der deutsche Stromriese E-on ist seinem Ziel, den größten spanischen Versorger Endesa für 27 Milliarden Euro zu übernehmen, möglicherweise einen Schritt nähergekommen. Die Europäische Kommission in Brüssel erklärte die von der spanischen Regulierungsbehörde verhängten Auflagen für die Übernahme für wettbewerbswidrig.

Die spanischen Bedingungen würden gegen die geltenden Regeln zum freien Kapitalverkehr und zur Niederlassungsfreiheit verstoßen. ie spanische Regierung hatte in der Vergangenheit vergeblich die Annäherung zwischen Endesa und der spanischen Firma Gas Natural betrieben, um den Versorgermarkt in nationaler Hand zu belassen.

Spanien hat bis zum 4. September Zeit, sich zu dem Bescheid aus Brüssel zu äußern, ließ jedoch bereits in einer ersten Reaktion verlauten, trotz der EU-Einwände an den Auflagen festzuhalten. Falls Madrid in dem Konflikt hartnäckig bleibt, kann die EU-Kommission ihrerseits rechtlich gegen die Regierung vorgehen.