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Ahmadinedschad eröffnet Nuklearanlage

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Ahmadinedschad eröffnet Nuklearanlage

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Der Iran treibt sein Atomprogramm trotz internationaler Warnungen weiter voran. In Arak weihte Präsident Mahmud Ahmadinedschad eine Anlage ein, mit der Schwerwasser hergestellt werden soll. In Schwerwasserreaktoren fällt Plutonium als Abfallprodukt an. Ein Baustein, mit dem Atomwaffen hergestellt werden können – die große Befürchtung der westlichen Mächte.

Ahmadinedschad bezeichnete das umstrittene Atomprogramm als ein Recht des Iran. Das Land stelle für keine Nation eine Gefahr dar – auch nicht für Israel. Denn das Atomprogramm dient nach seinen Worten zivilen Zwecken: In der neuen Anlage sollen offenbar Medikamente hergestellt werden, um Krebs und Aids zu behandeln.

Dies bezweifelt jedoch die internationale Gemeinschaft: Die Vereinten Nationen haben den Iran aufgefordert, spätestens zum 31. August die Anreicherung von Uran auszusetzen. Ahmadinedschad machte jedoch wiederholt klar, dass der Iran sein Atomprogramm nicht einstellen werde. Für den Fall drohen wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen.