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Koalitionsverhandlungen in Tschechien geplatzt

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Koalitionsverhandlungen in Tschechien geplatzt

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Drei Monate nach der Parlamentswahl in Tschechien hat das Land noch immer keine Regierung. Die Koalitionsverhandlungen zwischen Christ-und Sozialdemokraten sind gescheitert. Sie wollten eine Minderheitsregierung bilden, toleriert von orthodoxen Kommunisten. Dies hat der christdemokratische Parteivorstand abgelehnt. Parteichef Kalousek lieferte die Begründung zu dieser Entscheidung und sagte, daß die christdemokratische Partei an keiner Regierung teilnehmen wird, die in irgendeiner Form von Kommunisten abhängig ist. Unmittelbar nach der Erklärung trat er in Prag mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Parteichef zurück.

An der Moldau ist derzeit kein Regierungsbündnis in Sicht. Staatspräsident Vaclac Klaus äußerte sich bisher nicht zur politischen Krise in Tschechien. Allerdings wird immer wahrscheinlicher, daß es zu Neuwahlen kommen wird. Wegen der innenpolitischen Tourbulenzen notierte die tschechische Krone an der Börse deutlich schwächer.