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Erste europäische Soldaten im Libanon angekommen

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Erste europäische Soldaten im Libanon angekommen

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Die europäische Beteiligung an der UN-Friedenstruppe im Libanon nimmt Gestalt an: Französische Truppen sind auf dem Weg zu ihrer Militärbasis in Naqura. Staatspräsident Chirac hat die Entsendung von bis zu 2000 Soldaten versprochen. Als zweites europäisches Land wird Italien am Dienstag Soldaten in den Libanon schicken. Italien soll Frankreich im Frühjahr bei der Führung der UN-Mission ablösen.

Umstrittener Punkt bei der Stationierung der UNIFIL-Truppen ist die libanesisch-syrische Grenze. Die Resolution 1701 sieht keine Entsendung in dieses Gebiet vor. Währenddessen warten die Libanesen auf UN-Generalsekretär, Kofi Annan, der morgen in Beirut eintrifft. Er soll Einzelheiten der Stationierung klären. Israel und die USA drängen darauf, UN-Soldaten auch an die Grenze zu Syrien zu schicken, um Waffentransporte an die Hisbollah zu verhindern. Der Libanon und Syrien lehnen internationale Truppen an ihrer Grenze ab. In der teilweise zerstörten Hauptstadt zeigte sich der libanesische Aussenminister Fawzi Salloukh zufrieden, dass Europa bis zu 8000 Soldaten, also etwa die Hälfte der Gesamttruppe, schicken will.