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Annan beharrt auf Einhaltung der UNO-Resolution

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Annan beharrt auf Einhaltung der UNO-Resolution

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Das zerstörte Südbeirut – in der Hizbollahhochburg erntet UNO-Generalsekretär Kofi Annan Pfiffe, aber keinen Applaus. Zustimmung stattdessen auf dem Treffen mit der libanesischen Regierung. Annan versprach, sich am Dienstag in Israel für ein Ende der Luft- und Seeblockade einzusetzen. Sie wurde vor sechs Wochen verhängt, damit die schiitische Hizbollah-Guerilla nicht mit Nachschub versorgt werden kann. Annan unterstrich, dass keine neue Waffen ins Land gelangen dürften. Sonst sei die instabile Waffenruhe in Gefahr: “Wir müssen in die Zukunft blicken. Die Nachkriegsperiode dient dem Libanon als Möglichkeit für neuen Wachstum und Stabilität.”

Gleichzeitig machte Annan auch klar, dass es nicht Aufgabe der erweiterten UNIFIL-Truppe sei, die Hizbollah-Miliz zu entwaffnen. Selbst Hizbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte sich einer Entwaffnung nicht mehr grundsätzlich entgegengestellt – sofern sie nicht Teil der UNO-Mission sondern Aufgabe der libanesischen Armee sei.

Nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise hat die Hizbollah bereits mehrere militärische Stellungen nahe der umstrittenen Shebaa-Farmen geräumt. So seien beispielsweise unterirdische Tunnel für Waffenlieferungen mit Hilfe von Baggern zugeschüttet worden. Israel hält die Shebaa-Farmen besetzt. Libanon beansprucht sie als Teil seines Territoriums.