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Hisbollah-Chef Nasrallah bedauert Soldaten-Entführung

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Hisbollah-Chef Nasrallah bedauert Soldaten-Entführung

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Hisbollah-Chef Nasrallah hat der privaten Fernsehstation NEW TV in Beirut ein langes Interview gegeben. Wörtlich sagte er: “ Wenn ich gewusst hätte, dass die Entführung von zwei israelischen Soldaten, eine solch massive Antwort der Israelis und ein solches Ergebnis zur Folge hat, dann hätten wir die Entführung nie ausgeführt.” Das Kidnapping war Auslöser des 34 Tage dauernden Krieges. Dabei sind mehr als 1.300 Menschen getötet worden, vor allem libanesische Zivilisten. Jetzt sind UNO-Friedenstruppen im Land und sichern, gemeinsam mit der libanesischen Armee, die Grenze zwischen beiden Staaten. Bis zu 30.000 Soldaten werden dort ihren Dienst tun und dafür sorgen, daß die Feindseeligkeiten nicht wieder aufflammen. Nasrallah sagte außerdem, dass die Hisbollah sich nicht entwaffnen lassen werde. Denn man habe das Recht, gegen die israelische Armee im Libanon zu kämpfen.

Wenn die Friedenstruppen den Süden Libanons erreicht haben, wollen die Hisbollah-Guerillas keine Waffen mehr am Körper tragen. Der Libanon ist bereit die Hilfe Deutschlands und Italiens anzunehmen, die bei den Geheimverhandlungen über einen Gefangenaustausch vermitteln wollen. Der Generalssekretär der UNO. Kofi Annan, reist zu Wochenbeginn nach Beirut.