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UNO-Generalsekretär Annan beginnt Nahostreise

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UNO-Generalsekretär Annan beginnt Nahostreise

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UNO-Generalsekretär Kofi Annan ist zu Gesprächen im Nahen Osten eingetroffen. Am Mittag landete er in Libanons Hauptstadt Beirut. Er wird mit Ministerpräsident Fuad Siniora ebenso sprechen wie mit Parlamentspräsident Nabih Berri, der der Hisbollah-Miliz nahe steht. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Einzelheiten bei der Stationierung der UNO-Friedenstruppe, wie eine mögliche Entwaffnung der Hisbollah. Besonders umstritten ist zur Zeit auch die Grenzsicherung zwischen dem Libanon und Syrien. Syrien lehnt UNO-Truppen dort ab und hat damit gedroht, alle Übergänge dann zu schließen. Israel besteht dagegen darauf, dass Blauhelmsoldaten die Grenze sichern, um Waffennachschub für die Hisbollah zu verhindern.

Syrien wird ebenfalls eine Station von Annans Nahostreise sein, ebenso wie Israel und Iran. In Beirut sagte Annan bei der Ankunft, es sei für ihn wichtig, selbst hier herzukommen. Er wolle mit den libanesischen Behörden darüber sprechen, was nun zur Umsetzung der UNO-Resolution passieren müsse. Die Friedenstruppe im Libanon wird einmal aus fünfzehntausend Soldaten bestehen. Rund ein Viertel davon könnte nach UNO-Angaben bis zum Wochenende stationiert sein.

Deutschland wird sich an der Mission vermutlich mit etwa 1200 Soldaten beteiligen, vor allem aber auf See. Eine genaue Zusage soll es aber erst geben, wenn das genaue Mandat und die Einsatzregeln bekannt seien. Heute abend beraten in New York ein weiteres Mal die Länder, die Truppen für den Einsatz stellen könnten.