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Viele Verletzte bei Bombenanschlägen in Türkei

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Viele Verletzte bei Bombenanschlägen in Türkei

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Mindestens 27 Verletzte – das ist die Bilanz von vier Bombenanschlägen am Abend und in der Nacht in der Türkei. Drei Sprengsätze explodierten dabei im Badeort Marmaris, einer in einem Außenbezirk von Istanbul, der größten Stadt der Türkei. Bei diesem Attentat wurden sechs Menschen verwundet. Am verheerendsten war der erste der drei Anschläge von Marmaris. Dort explodierte ein kleinerer Bus, in dem Urlauber aus Großbritannien saßen. Der Sprengsatz war unter einem Sitz versteckt.

Die zehn Touristen wurden verletzt, ebenso wie sechs Türken in dem Bus. Drei der Briten liegen nach Angaben ihres Außenministeriums noch im Krankenhaus auf der Intensivstation, sind aber nicht in Lebensgefahr.Zwei weitere Sprengsätze explodierten in Marmaris kurz danach. Sie gingen in Papierkörben an der Hauptvergnügungsstraße hoch; sechs Passanten wurden dadurch verletzt.

Hinweise auf die Bombenleger gibt es nicht. Die türkischen Behörden machen aber kurdische Extremisten verantwortlich, die in den letzten Jahren mehrfach Anschläge in Touristengebieten verübt haben. Das gleiche gilt aber auch für linke und islamitische Radikale. Marmaris ist besonders bei britischen Touristen ein beliebtes Urlaubsziel. Der Tourismus ist für die Türkei ein wichtiger Wirtschaftszweig. Allein in diesem Jahr rechnet das Land mit 26 Millionen ausländischen Besuchern und mit Einnahmen von mehr als fünfzehn Milliarden Euro.