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Iranischer Präsident fordert Bush zum TV-Duell

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Iranischer Präsident fordert Bush zum TV-Duell

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den US-Präsidenten George W. Bush zu einer Fernsehdebatte aufgefordert. Er wolle mit ihm über die Entwicklungen in der Welt reden. Voraussetzung sei, dass es keine Zensur gebe, sagte Ahmadinedschad auf einer Pressekonferenz in Teheran. Die vom Weltsicherheitsrat geforderte Einstellung der umstrittenen Uran-Anreicherung lehnte er abermals ab. Das entsprechende Ultimatum läuft am 31. August ab.

Statt dessen weihte der Präsident vor drei Tagen einen Schwerwasserreaktor ein. Bei diesem Reaktortyp fällt aber als Abfallprodukt Plutonium an, mit dem man Atombomben bauen kann. Und genau das ist die Sorge der internationalen Gemeinschaft – befürchtet wird, dass der Iran Atombomben bauen will.

Die ebenfalls vor wenigen Tagen veranstalteten Tests von Raketen, die aus U-Booten abgeschossen werden und Öltransporter im persischen Golf treffen können, lassen diese Sorgen noch größer werden. Es geht nicht darum, dem Iran die Nutzung der Atomkraft zur Energiegewinnung – und damit zum wirtschaftlichen Fortschritt – zu verbieten, wie es iranische Quellen immer wieder darstellen. Iran hat mehrfach die mit der friedlichen Nutzung der Kernkraft verbundenen Kontrollen durch die Internationale Atom-Energie-Agentur verweigert.

“Wir werden uns Drohungen und Ultimaten nicht beugen”, “Der Weltsicherheitsrat sollte vom Westen nicht
instrumentalisiert werden”, betonte Ahmadinedschad, denn die friedliche Nutzung der Nukleartechnologie sei das Recht des
iranischen Volkes.