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Dutzende Tote bei neuer Gewalt im Irak

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Dutzende Tote bei neuer Gewalt im Irak

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Auch dieser Tag hat im Irak wieder mit schwerer Gewalt begonnen. Ein Sprengsatz explodierte im einen Großmarkt der Hauptstadt Bagdad – gegen sechs Uhr morgens, zur Hauptbetriebszeit. Mindestens 24 Menschen starben bei dem Anschlag, noch mehr wurden verletzt. Der Schordscha-Markt ist der größte von Bagdad und zugleich einer der größten des ganzen Landes. Vor drei Wochen war er schon einmal Ziel eines Anschlags; damals kamen hier zehn Menschen ums Leben.

Kurz vor dem Attentat in Bagdad gab es schon eine Explosion in der Stadt Hilla, hundert Kilometer südlich. Dort wurden zwölf Freiwillige getötet, die sich für den Militärdienst melden wollten. Der Sprengsatz war offenbar an einem abgestellten Fahrrad angebracht. Solche Rekrutierungsbüros von Armee und Polizei sind oft Ziel von Angriffen.

Auch die Stadt Hilla war davon schon mehrfach betroffen: Beim schlimmsten derartigen Anschlag vor anderthalb Jahren starben weit mehr als hundert Armee- und Polizeirekruten. Die Anschläge im Irak häufen sich seit einigen Tagen wieder – ungeachtet einer gemeinsamen Operation irakischer und amerikanischer Soldaten für mehr Sicherheit.