Eilmeldung

Eilmeldung

Illegale Einwanderung: Spanien will Mittelmeerländerkonferenz zu

Sie lesen gerade:

Illegale Einwanderung: Spanien will Mittelmeerländerkonferenz zu

Schriftgrösse Aa Aa

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung hat die spanische Regierung von der EU stärkere Hilfe gefordert. Bei Gesprächen mit der finnischen Präsidentin Tarja Halonen in Helsinki schlug die stellvertretende Ministerpräsidentin Maria Teresa Fernandez de la Vega eine Konferenz der Mittelmeeranrainerstaaten der Union vor, auf der konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Flüchtlingsstrom beschlossen werden sollen. Finnland übt in diesem Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft aus. “Wir haben seit Mai mehr als 10 Millionen Euro erhalten. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind nicht das Problem, sondern fehlende Maßnahmen”, analysiert de la Vega die Lage.

Die EU hat Spanien bereits die Bereitstellung von zwei Patrouillenbooten, zwei Hubschraubern sowie einer Reihe von Grenzschutzbeamten zugesagt. Seit Jahresbeginn kamen knapp 19.000 Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern auf den Kanaren an. Nach offiziellen Angaben ertranken fast 600 Menschen bei ihrer Flucht im Meer. Nichtregierungsorganisationen sprechen sogar von bis zu 3.000 Toten.