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Israel lehnt schnelle Aufhebung der Libanon-Blockade ab

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Israel lehnt schnelle Aufhebung der Libanon-Blockade ab

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Die israelische Regierung hat die Forderung von UN-Generalsekretär Kofi Annan nach einem schnellen Ende der See- und Luftblockade Libanons abgelehnt. Ministerpräsident Ehud Olmert machte in Gesprächen mit Annan eine Umsetzung der UN-Resolution 1701 zur Bedingung für ein Ende der Blockade. Alle Bestandteile der Resolution würden umgesetzt, sagte Olmert, auch die Aufhebung der Blockade, im Rahmen der vollständigen Umsetzung der einzelnen Artikel. Er betonte, dass die Resolution den Einsatz einer internationalen Truppe an der libanesisch-syrischen Grenze vorsehe, um die Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern.

Die UNO werde versuchen, die Zahl der Blauhelme im Libanon in den kommenden Tagen und Wochen auf 5000 zu verdoppelten, sagte Annan. Er hoffe, Israel werde seine Truppen gleichzeitig völlig abziehen. Laut UN-Resolution sollen bis Anfang November 15.000 Blauhelme im Libanon stationiert sein.

Annan und Olmert forderten erneut die Freilassung der drei entführten israelischen Soldaten. Zwei der Soldaten waren an der Grenze zum Libanon verschleppt worden. Ihre Entführung war der Anlass für die israelische Offensive im Libanon. Der dritte Soldat wurde im Gazastreifen entführt.