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Prodi verabschiedet italienische UNIFIL-Soldaten

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Prodi verabschiedet italienische UNIFIL-Soldaten

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Vor Brindisi ins am Mittwoch das italienische Kontingent der Libanon-Friedenstruppe verabschiedet worden. Mit fünf Kriegsschiffen und gut 2.500 Soldaten stellt Italien die meisten Blauhelme. An Bord des Flugzeugträgers Garibaldi nahmen der italienische Ministerpräsident Romano Prodi und Verteidigungsminister Arturo Parisi einen Apell vor. Prodi sprach von einer “heiklen Mission mit weit reichender politischer Bedeutung”. Die Schiffe sollen am Freitag im Libanon eintreffen. Vor Ort sind bereits französische Pioniere. Sie unterstehen nicht dem UN-Kommando, ihre Aufgabe ist die Wiederinstandsetzung zerstörter Brücken. Wie die Brücke von Dramour an der Autobahn von Beirut nach Sidon sind nach fünf Wochen israelischer Luftangriffe sind weite Teile der libanesischen Infrastruktur zerstört.

Ein großes Problem stellen Blindgänger dar. Die Vereinten Nationen haben mehr als 288 israelische Clusterbomben gezählt. “Sie sind so gefährlich, weil sie so klein sind”, sagt ein französischer Sprengmeister. “Ihre Sprengkraft kann einen Panzer zerstören”. Nach UN-Angaben sind bereits 12 Menschen durch Blindgänger getötet worden. Experten gehen davon aus, dass gut ein Drittel der abgeworfenen Munition nicht explodiert ist.