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Spanien drängt auf mehr EU-Hilfe bei Migranten-Problem

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Spanien drängt auf mehr EU-Hilfe bei Migranten-Problem

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Europas Patrouillen gegen illegale Einwanderer vor den kanarischen Inseln sollen bis Ende des Jahres verlängert werden. Das kündigte EU-Justizkommissar Franco Frattini nach einem Treffen mit der spanischen Vize-Regierungschefin Mar¡a Teresa Fernandez de la Vega an. Beide beklagten, dass bisher nur vier EU-Länder neben Fachleuten auch materielle Unterstützung geschickt hätten.

De la Vega: “Für diese Kontroll- und Sicherheitsaufgabe an der Grenze brauchen wir mehr Schiffe, mehr Patrouillen, Flugzeuge, Personal. Einfach mehr Einsatzgruppen, um arbeiten zu können. Darüber werden wir mit den anderen EU-Staaten entscheiden. Selbst wenn jedes Land nur geringe Mittel dafür bereitstellt, werden wir am Ende gut gerüstet dastehen – wenn alle mitmachen.”

De la Vega hatte eine baldige Konferenz der Mittelmeer-Anrainerstaaten der EU zur Überwachung der Seegrenzen und zur
Abschiebung illegaler Zuwanderer angekündigt. An dem Treffen sollten neben Frankreich, Italien, Griechenland, Zypern, Malta, Slowenien und Portugal auch Frattini für die EU-Kommission und die finnische EU-Ratspräsidentschaft teilnehmen, sagte de la Vega. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Auf der spanischen Inselgruppe sind seit Jahresbeginn rund 18 000 illegale Einwanderer angekommen. Hilfsorganisationen schätzen die Zahl der Toten bei der gefährlichen Überfahrt auf rund 3000.