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Teheran bietet UNO die Stirn

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Teheran bietet UNO die Stirn

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Zwei Tage vor Ablauf des Ultimatums bietet der Iran den Vereinten Nationen weiterhin die Stirn. In einer Pressekonferenz in Teheran lehnte Präsident Mahmud Ahmadinedschad die vom Weltsicherheitsrat geforderte Einstellung der Urananreicherung ab. US-Präsident George W. Bush forderte er zu einer Fernsehdebatte auf. Aus dem Weißen Haus hieß es dazu, dies sei nichts weiter als ein Ablenkungsmanöver. Stellt der Iran bis zum 31. August sein Atomprogramm nicht ein, so drohen ihm Sanktionen. In Europa setzt man auf einen Dialog mit der Führung in Teheran, wie der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy in einem Gespräch mit EuroNews betonte. “Ich erwarte, dass die Iraner Verhandlungen oder Gespräche wünschen. Auch Frankreich ist zu einem Dialog mit dem Iran bereit, mit der Bedingung, dass dieser konkret, transparent und konstruktiv geführt wird.” Die Einstellung des Atomprogramms bleibe dabei aber nach wie vor eine Bedingung, sagte Douste-Blazy. Beobachtern zufolge sind baldige Strafmaßnahmen gegen die Führung in Teheran wenig wahrscheinlich. Voraussichtlich werde ein entsprechender Vorschlag des Weltsicherheitsrates von Russland und China nicht mitgetragen, heißt es.