Eilmeldung

Eilmeldung

800 Millionen Euro Hilfszusagen bei Geberkonferenz für Libanon

Sie lesen gerade:

800 Millionen Euro Hilfszusagen bei Geberkonferenz für Libanon

Schriftgrösse Aa Aa

In Stockholm haben Vertreter von sechzig Regierungen und internationalen Organisationen über Hilfsmaßnahmen für den Libanon beraten. Es wurden Zusagen im Umfang von fast 800 Millionen Euro gemacht. Die Europäische Kommission sagte 42 Millionen Euro zu.

Der direkte Schaden durch die israelische Invasion an der Infrastruktur und an öffentlichem und privatem Eigentumgehe in die Milliarden, sagte der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora. Darüber hinaus sei mit einem erheblichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen. Die Verluste der verschiedenen Wirtschaftsbranchen würden den Schaden langfristig um weitere Milliarden vergrößern. Ein zusätzliches und besonders schwerwiegendes Problem sei die israelische Blockade, sagte Siniora: Wenn Israel die Blockade – die UN-Generalsekretär Annan zu Recht als eine erniedrigende Belagerung bezeichnet habe -nicht sofort beende, und wenn die israelische Armee nicht – wie von der UN-Resolution 1701 gefordert – sofort aus dem Libanon abgezogen werde, würde der Wiederaufbau und damit diese Geberkonferenz schwer beeinträchtigt werden.
Siniora nannte es “ein völlig haltloses Gerücht”, dass in Stockholm zugesagte Hilfsgelder an die auch in seinem Kabinett vertretene radikal-islamische Hisbollah gehen werde. Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson sagte, durch die Zerstörungen sei der Wiederaufbau des Libanon nach dem Bürgerkrieg der siebziger und achtziger Jahre wieder zunichte gemacht worden.