Eilmeldung

Eilmeldung

Iran lässt Atom-Ultimatum verstreichen

Sie lesen gerade:

Iran lässt Atom-Ultimatum verstreichen

Schriftgrösse Aa Aa

Der Iran hat im Atomstreit wie erwartet das Ultimatum der UNO verstreichen lassen. Das stellt die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in ihrem Bericht an den Sicherheitsrat fest. Das Gremium kann nun über mögliche Sanktionen beraten. Der Chef der Behörde, Mohammed El-Baradei, sagte, es gebe noch einiges zu tun, auch zum Beispiel im Fall Nordkorea, das selber angebe, Atomwaffen zu haben. Im Iran sei man weiter dabei zu untersuchen, ob die Kernkraft friedlich genutzt werde.

Irans Präsident Machmud Achmadinedschad hatte kurz vor Ablauf des Ultimatums noch einmal bekräftigt, dass man an der umstrittenen Urananreicherung festhalten wolle. In einer Fernsehansprache sagte er, sein Land werde sich keinem Druck beugen und keine Verletzung seiner Rechte hinnehmen.

Der Iran beteuert, die Kernkraft nur für friedliche Zwecke zu nutzen. Vor allem westliche Staaten bezweifeln das aber und halten es für möglich, dass das Land Atomwaffen bauen will. Der Iran gab sich in einer ersten Reaktion durch den IAEA-Bericht bestätigt. Der Bericht habe keine Beweise für eine militärische Kernkraftnutzung erbracht.

Zwischen dem Iran und der Europäischen Union soll es aber trotz des abgelaufenen Ultimatums schon bald Gespräche geben. Der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani und der EU-Außenbeauftragte Javier Solana vereinbarten telefonisch ein Treffen. Einzelheiten wie Ort oder Zeit stehen noch nicht fest.