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Libanon hofft auf Stockholmer Hilfsangebote

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Libanon hofft auf Stockholmer Hilfsangebote

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Die Fernsehbilder zeigen es deutlich: Nach einem Monat Krieg im Libanon wird jede Hilfe dringend gebraucht. Straßen, Häuser, ganze Orte müssen wieder aufgebaut werden, und das so schnell wie möglich. Die Hoffnungen auf die Hilfskonferenz in Stockholm sind deshalb groß. Bisher gebe zum Beispiel die Europäische Union nicht genug, meint der libanesische Wirtschaftswissenschaftler Louis Hobeika. Vierzig Millionen Euro seien nicht sehr viel für Europa, das wirtschaftlich die Größe der USA habe – es könnte viel mehr sein. Andererseits stelle Europa schon Friedenstruppen und tue auch sonst eine Menge.

So reparieren französische Soldaten schon seit Tagen vor allem Brücken – etwa achtzig Brücken sind im ganzen Libanon zerstört. Das Geld aus Stockholm soll den Libanesen erst einmal über die nächsten Monate helfen. Es ist zum Beispiel für Notunterkünfte geplant, für Strom- und Wasserversorgung, aber auch zur weiteren Räumung von Minen und Blindgängern.

Libanons Verkehrsminister Mohammed Safadi ist offen für jede Form der Hilfe: Auch Sachleistungen seien willkommen, sogar noch eher als Geld. So könnten die Geldgeber sich aussuchen, wohin ihr Geld gehe, was sie wieder aufbauen wollten. Die Regierung verspricht jetzt jedem, dessen Haus zerstört wurde, mehr als zwanzigtausend Euro. Ausgenommen ist Südbeirut, wo die Hisbollah schon Hilfen auszahlt, pro Familie knapp zehntausend Euro. Diese Hilfe kommt vor allem Wohnungsmietern zugute; beide Angebote sollen sich deshalb nicht überschneiden.