Eilmeldung

Eilmeldung

Italien und Frankreich einig über Einsatz im Libanon

Sie lesen gerade:

Italien und Frankreich einig über Einsatz im Libanon

Schriftgrösse Aa Aa

In Rom sind Italiens Regierungschef Romano Prodi und der französische Premierminister Dominique de Villepin zusammengekommen. Bei dem Gespräch ging es um wirtschaftliche Fragen sowie um den Wiederaufbau und die Lage im Libanon. De Villepin kündigte nach dem Treffen an, Frankreich werde 2000 Soldaten für die internationale Friedenstruppe UNIFIL zur Verfügung stellen und zunächst das Kommando übernehmen. Prodi sagte, Italien werde zunächst 2500 Soldaten entsenden, die ersten gingen morgen in der südlibanesischen Stadt Tyrus an Land. Insgesamt soll die Friedenstruppe 15.000 Soldaten umfassen. Daran beteiligen werden sich auch Spanien, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Griechenland, Schweden, Finnland, Norwegen, Polen und die Türkei. Indonesien will bis zu 1000 Mann im Libanon stationieren. Unbestätigten Berichten zufolge könnte Deutschland bis zu 1500 Soldaten entsenden. Die internationale Friedenstruppe überwacht die Grenze zwischen dem Libanon und Israel seit fast 30 Jahren. Dennoch kam es dort immer wieder zu Auseinandersetzungen. Beobachter rechnen damit, dass die UNIFIL nun mit einer neuen Resolution des Weltsicherheitsrates ausgestattet schlagkräftiger wird und Auseinandersetzungen zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah in der Region verhindern kann. (Die UNIFIL ist unter anderem mit Panzern, Artillerie und Hubschraubern ausgestattet.)