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Zweiter Jahrestag des Geiseldramas im südrussischen Beslan

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Zweiter Jahrestag des Geiseldramas im südrussischen Beslan

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Zwei Jahre nach dem Geiseldrama von Beslan gedenken die Bürger der südrussischen Stadt der mehr als dreihundert Opfer. Die dreitägigen Gedenkfeiern begannen am frühen Morgen um 7 Uhr 15 Ortszeit, genau zu der Stunde, als damals ein tschetschenisches Terrorkommando die Schule in dem Ort in der Provinz Nord-Ossetien gestürmt hatte. Mehr als 1.100 Schüler, Eltern und Lehrer wurden drei Tage lang gefangen gehalten.

Am 3. September wurde die Geiselnahme von der Armee gewaltsam beendet. Dabei kamen nach offiziellen Angaben 332 Menschen ums Leben. Mehr als die Hälfte von ihnen waren Kinder. Bei der Erstürmung und den anschließenden Gefechten wurden fast alle 32 Geiselnehmern getötet; der einzige überlebende wurde später von einem Gericht zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde jedoch in lebenslange Haft umgewandelt. Wegen der Erstürmung wurden den Behörden schwere Vorwürfe gemacht. Noch gibt es keinen offiziellen Untersuchungsbericht zu den Vorgängen.